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Poems

"Die Poesie ist der Schmetterling auf der Blume der Welt." Wolfgang Menzel

Mittwoch, 2. August 2017
Drehmoment

Starrsinn

Hab
Deine
Starre
aufgeweint
aufgeweicht
aufgezehrt
hab aufbegehrt
mich gewehrt
dann ist sie
endlich
abgedreht
vom Wind
verweht
die blöde Kuh
Nur Du
bleibst da
Du
bleibst da

DU!!!

bleibst da...


Dienstag, 11. April 2017
Kleine Stilblüte

Hab mich
verschwommen
im Blütenmeer
gesehen
auf einem Ast
so schön
und fast
wär' ich
in meiner Blüte
ertrunken

Donnerstag, 23. Februar 2017
Moraline Poesie

Moral, Moraaaal!!
schreit der
Apostel
in der Predigt
kurz nachdem
er seine Schwester
hat erledigt.

Und die Moral von der Geschicht':

Wer von Moral
am meisten spricht
der hat selbst
sie meistens nicht.

Donnerstag, 29. Dezember 2016
Rabenbunt

Ein Rabe saß
ganz schwarz und still
auf einem kahlen Ast
er fragte sich
was er hier will
und ob der Ast
auch zu ihm passt
er blickte hoch
er blickte runter
er blickte vor
und auch zurück
dann sah er was
das war viel bunter
drum hob er ab
und flog zum Glück
vom kahlen Ast
herunter

Freitag, 2. Dezember 2016
Kälteeinbruch

Kalter Morgen
Glitzerdampf
Sonne fällt
ins Eis
ich knirsch
allein
am Fluss entlang
und drehe mich
im Kreis

Kalter Abend
Schweigefrost
Mond fällt
in die Sterne
ich knirsch
allein
am Fluss entlang
und seh' mich
in der Ferne

Kalter Winter
Flockenluft
Himmel fällt
ins Tal
ich knirsch
allein
am Fluss entlang
und suche
eine Wahl

Kaltes Leben
Nebelbank
Stern fällt
in den Bach
ich knirsch
allein
am Fluss entlang
und trete
auf ein "Ach"

Samstag, 24. September 2016
Swan-Air

Von unten
über's Wasser
laufen
Flügel
taufen
kraftvoll
kraftvoll
hoch
geschwungen
hoch
gezogen
abgehoben
abgeflogen

Freitag, 1. April 2016
Poesie der Nacht

Würfel fallen
klicker, klacker
untern Tisch
hebt keiner auf
weil alle fallen

Würfel springen
klicker, klacker
übern Boden
hält keiner auf
weil alle springen

Würfel kullern
klicker, klacker
hintern Zaun
fällt keinem auf
weil alle kullern

Würfel fliegen
klick, klack
vors Tor
ich mach' auf
weil alle fliegen

und lass' sie liegen

Eine Poesie der Nacht, gerade wiedergefunden. Erdacht von mir am 27. September 2014 - sechzehn Tage nach Udo's Tod.

Dienstag, 8. Dezember 2015
Glaube, Liebe, Hoffnung

Hab' geglaubt
an Dich
an Deinen Spirit
Deine Leidenschaft

Hab' vertraut
in Dich
in Deine Liebe
Deine Lebenskraft

Hab' gebaut
auf Dich
auf Deine Coolness
Deine Wissenschaft

Hab' aufgeschaut
zu Dir
zu Deiner Ruhe
Deiner Geisteskraft

Hab' gestaunt
über Dich
Deine Logik
Deine Künstlerschaft

Hab' geklaut
von Dir
von Deiner Art
und Deiner Arbeitskraft

Hab' nicht erlaubt
dass Du
Dich selbst
hast abgeschafft

Hat vergrault
mein Leuchten
meine Freude
meine Bodenhaft

Hat versaut
mein Ich
mein Leben
meine Zauberkraft

Bin ergraut
durch Dich
durch Deine Not
und Dein "Dahingerafft"

Bin fast verfault
mit Dir
mit Deinem Elend
Deiner Wanderschaft

Hab' gehaut
auf Dich
auf Deine Scheiße
Deine "Liegenschaft"

Hab' gemault
über Alles
über Dich
und Deine Sippenhaft

Hab' verdaut
dass Du
und Deine Seele
waren ohne Saft

Hab' durchschaut
Du warst ein Mensch
kein Goliath
und daher fehlerhaft

Hab' abgebaut
Dein Königreich
Den hohen Thron
und auch Dein "fabelhaft"

Hab' mich getraut
Dich nicht zu tragen
Dich zu verjagen
Dich und auch Dein "grauenhaft"

Hab' verstaut
nun Dich
und Deine Schwäche
Deine Kummerschaft

Hab' geschaut
auf mich
auf meine Seele
meine Willenskraft

Hab' dann laut
erst Dich
dann Deine Tragik
weggeschafft

Bin nun proud
auf mich
auf meine Stärke
meine Meisterschaft


Und liebe Dich
trotz Schmerz und Geiselhaft
sooo schwesterlich
bis diese Liebe mich
am Ende meiner Lebenskraft
zurück in Deine Nähe schafft

Dienstag, 29. September 2015
Freundin

Freundin schaut
Dich an
vertraut
lacht und liebt
Dich aus den Augen

Schaust zurück
siehst Dich
voll Glück
wie Du lebst und lachst
in ihren Augen

Sonntag, 3. Mai 2015
Die Tuschler

Fiese Fratzen lauern
hinter grauen Mauern
grinsen hämisch
gucken blöd
tuscheln böse
richten Finger
grad auf mich
spür's von hinten
spür's von vorne
spür ihn überall
den Fratzen Laberschwall
ach lass' sie
lauern
grinsen
gucken
tuscheln
richten
fiese Fratzen
interessieren mich
mitnichten

Samstag, 24. Januar 2015
Brothers Departure

Bin müde von Allem
und vom Nichts
Bin müde
des Müdeseins
so müde
so müde
bin traurig wegen Allem
wegen Nichts
bin traurig
des Traurigseins
so traurig
so traurig
will weg von Allem
weg vom Nichts
will weg
um's Wegsein
will weg
will weg
ich fliege über Allem
überm Nichts
ich fliege
zum Freisein
ich fliege
ich fliege
ich fliege
ich fliegeeee!!!
müde traurig weg

Donnerstag, 1. Januar 2015
Ungereimtheiten eines Jahres

Jahresende, Trallala
Peng, Peng, Peng
und Hoppsassa
Guten Rutsch
und vielen Dank
Gute Wünsche
durch die Bank
Prosit Neujahr
alles Top
was mal war
ist Ex und Hopp
Wischi Waschi
Bla, Bla, Bla
Neues Glück
im neuen Jahr
aber ja
Ha,Ha,Ha
alles klar!


Mein altes Jahr
es hängt für immer
jetzt hier rum
in jedem Zimmer
lärmt und rattert
ohne Ende
wenn's nicht schnattert
spricht es Bände
Starrt mich an
mit schiefer Fresse
fragt mich wann
ich Dich vergesse!
So was Dummes
mich zu fragen
So was Krummes
mir zu sagen
So was Blödes
sich zu wagen
So was Ödes
vorzuschlagen
Als hätt' nach hundert und elf Tagen
sich mein Bruder schon zerschlagen
Als würd' sein Tod mich nicht mehr plagen
Als ging's mir nicht mehr an den Kragen
Als wär's jetzt leichter zu ertragen
Solcher Art verfickter Fragen
in diesem Kackjahr vorgetragen
schlagen schwer mir auf den Magen
sind in diesen Lebenslagen
kaum bis gar nicht zu ertragen


Bis ans Ende meiner Zeit
bis in alle Ewigkeit
bis dahin
bis ganz, ganz weit
bis zur letzten Gangbarkeit
bis zum Ende vom Gelände
bis zum letzten Griff der Hände
bis ich mich dem Nichts zuwende
bis die Sterne nordwärts fliehen
bis die Ecken Kreise ziehen
bis zum Tor der Galaxien
bis dahin
bis dahin
bis dahin
in mir drin


Wunden heilen
das ist wahr
mit der Zeit
das ist schon klar
Doch ist mein Bruder
keine Wunde
die verwächst
Stunde um Stunde
die verheilt
so Tag um Tag
diese Phrase
ist ein Schlag
ins Gesicht
und in die Würde
eine zusätzliche Bürde
ein Affront
ein blöder Scheiß
wenn man nichts zu sagen weiß
mein toter Bruder
macht nicht krank
macht keine Wunden
mein Bruder ist
ganz unumwunden
für alle Zeit
halt nur
verschwunden

Dienstag, 23. Dezember 2014
Steter Tropfen

höhlt den Stein
grölt nach Wein
nöhlt am Rhein
ölt Dich ein


Seelentropfen
die traurig zäh
an Deinem Innern
klopfen
haften an
dringen ein
überschwemmen
durchrauschen
versickern
zerfließen
trocknen
zu allerlei
Einerlei
dabei
Frei!

Dienstag, 26. November 2013
Remember in November

November
Du
nicht Sommer
nicht Dezember
Du zaust in Haaren rum
Du baust die Landschaft um
Du haust die Bäume krumm
Du graust die Seelen stumm
November
Du
nicht Winter
nicht September
Du fegst den Wald im Nu
Du deckst die Blumen zu
Du legst den Mensch zur Ruh
Du pflegst mit Gott das DU
November
Du
nicht Frühling
nicht April
und keiner will
Dein Grau und Still
Dabei bist du
vom Jahresreste
doch das Allerbeste
Denn nur DU
Novemberlein
packst gut und fein
für uns
den nächsten Frühling ein

November
Du
I love you too

Sonntag, 12. August 2012
Lebenslauf

Und so ging sie dahin
Ein rechts, Eins links
Vor und Zurück
Durch munterbunte Straßen

Und so ging sie dahin
Eins links, Eins rechts
Hin und Her
Auf glitzernden Chausseen

Und so ging sie dahin
Eins rechts, Eins links
hoch und runter
Durch kindheitswarme Gassen

Und so ging sie dahin
Eins links, Eins rechts
drunter und drüber
Auf naturgegebenen Wegen

Und so ging sie dahin
Eins rechts, Eins links
Auf und Ab
Durch windstolze Alleen

Und so ging sie dahin
Eins rechts, Eins links
geradeaus
Auf ureigenen Pfaden

Und nichts und niemand hielt sie auf…

Denn in der Nacht
kamen immer auch die Sterne
und einer sagte zu ihr „Lauf!“.

Sonntag, 12. August 2012
Im Rotlichtmilieu

Roter Wein im Abendlicht
herrlicht vor sich hin
fließend alles Leben
Endlos lang ist sein Bericht
er will mir Klarheit geben

Roter Wein im Abendlicht
sinnlicht vor sich hin
funkelnd alles Streben
endlos tief erscheint ein Wicht
er will mich keck beleben

Roter Wein im Abendlicht
mildert vor sich hin
glänzend alles Weben
endlos gut spricht sein Gericht
es will den Fall beheben

Roter Wein im Abendlicht
zwinkert vor sich hin
füllend alles Geben
endlos leicht kommt das Gedicht
es wird gen Himmel schweben


Roter Wein im Abendlicht
Du bist ein Gedicht....

Sonntag, 12. August 2012
Sommernacht

Sanftwarm schlüpft die Nacht herbei
bis zum nächsten Morgen
Sommer, Sommer zieht vorbei
wenig nur - ich mach' mir Sorgen
um den Winter...

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