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My daily Sopp

Montag, 4. Oktober 2021
Von Drachenlöchern und anderen Luftnummern

In Hongkong stehen etliche solcher Häuser mit Loch und man nennt diese Löcher dort "Drachenlöcher" und man nennt sie auch "die teuersten Löcher der Welt".

Was es mit diesen Löchern auf sich hat und wieso ich sie hier ins Spiel bringe, erkläre ich Euch nachfolgend.

Die Löcher in Hongkong sind einzig und allein dem Fengshui geschuldet und in diesem Fall sollen sie dem Drachen ( das Glückssymbol der Chinesen ) den freien Zugang von den Bergen ans Meer ermöglichen. Dabei wurde nichts dem Zufall überlassen, sondern der Weg des Drachens wurde genauestens nach den Lehren des Fengshui berechnet. Diese Löcher befinden sich demnach auch nur in den Häusern, die auf diesem Weg liegen. Und da versteht man auch keinen Spaß, denn wenn der Weg für den Drachen blockiert ist, dann bringt das nach Glauben der Hongkonger ganz schlimmes Unglück über die Stadt.

Warum man diese Drachenlöcher die teuersten Löcher der Welt nennt, liegt nahe, denn die Quadratmeterpreise in Hongkong dürften sicher zu den höchsten der Welt gehören. Jedes "Loch" bedeutet daher - so schätze ich - einige Millionen Dollar Verlust.

Dass der Drache seinen Weg findet, ist den Hongkongern aber ja offensichtlich mehr wert, als die Dollars.

Jo, es gibt schon kuriose Dinge auf dieser schönen Erde. Manchmal sind es schöne Kuriositäten - wie diese - manchmal weniger schöne.

Wie zum Beispiel das "Drachenloch" in unserem Ort. Jaha! Auch wir haben nicht nur ein Drachenloch, sondern auch einen Drachen.

Das sind aber auch schon die einzigen Gemeinsamkeiten zwischen Hongkong und Kowa.

Denn weder ist unser Drachen ( der Tatzelwurm ) ein Glückssymbol, noch hat er was mit den Lehren des Fengshui am Hut. Somit ist das Drachenloch in unserem Ort auch nicht für ihn bestimmt. Was wiederum bedeutet, dass es sich bei unserem Drachenloch gar nicht wirklich um ein Drachenloch handelt. Es sieht allerdings so aus, wie ein Drachenloch.

Jetzt seid ihr ganz verwirrt, wa?!

Um unser "Drachenloch ohne Drachen" zu besichtigen, empfehle ich, dass ihr Euch mal auf den Weg zu unserer Verbandsgemeinde macht und wenn ihr dort seid, dann stellt Euch mal auf die andere Straßenseite und betrachtet den neugebauten Gebäudeteil und wenn ihr nicht ganz blind seid, dann seht ihr dort ein großes, aber meiner Meinung nach zum Gebäude völlig unpassendes, Drachenloch ( ohne Drachen ).

Und wenn ihr durch dieses drachenlose Loch hindurchschaut, dann seht ihr was???

Genau! Den Balkon der Mutter unseres Sparkassenmeisters.

Geht doch!

"Wo ein Wille, da ein Loch", kann man da nur sagen.

Oder anders ausgedrückt:"Ausblicke von Clanmitgliedern werden niemals zugebaut, denn sie haben nicht nur Vorrang vor allen anderen Ausblicken, sie sind sogar die einzigen Ausblicke, die überhaupt von Interesse sind."

Ich kann es natürlich leider nicht nachweisen, aber DIESES Loch ist so auffällig und "durchschaubar" unangebracht, dass es für mich feststeht, dass der Herr Sparkassenmeister hier seine feinen Fingerchen mit im Spiel hatte.

Was interessieren ihn schon die Bürger und deren berechtigte Belange??!! Was interessiert ihn unsere zugebaute Aussicht? Da pupst er doch drauf, der Herr Bürgermeister. Hauptsache, seine Mama hat weiterhin den Durchblick und ihre Sonne auf'm Balkong. Und Hauptsache, seine Gesinnungsgenossen von der Sparkasse können fett Profit machen.


PS: Ich sag ja, ich kann noch kein Schlussplädoyer schreiben! Es kommen ja ständig neue Widerwärtigkeiten hinzu.

PSS: Schade, dass unsere Kultur nicht auf den Lehren des Fengshui basiert, denn dann wäre das "12-Parteien-Mietshaus-mit-integriertem-Bankautomat" sicher niemals gebaut worden. Und auch der neue Trakt der Verbandsgemeinde nicht und auch nicht das neue Feuerwehrhaus. Allesamt Bausünden erster Güte. "Sprühend" vor Hässlichkeit, Großkotzig- und klotzigkeit, Armseligkeit und Tristesse.



Samstag, 11. September 2021
Vorgeplänkel

Bis November ist ja noch recht lang, hab ich mir überlegt, und von daher dachte ich mir, ich könnte Euch bis dahin ja vielleicht doch noch ein bisschen mit den Gedanken, Meinungen, Erkenntnissen und Gefühlen zuplänkeln, die mir entweder schon länger im Kopf rum schwirren oder die mich aktuell beschäftigen. Sozusagen als Vorbereitung auf das, was ich dann schlussendlich über das "wunderbare" Gebäude oben und über dessen "Erschaffer" berichten werde.

Das da oben ist der Ausblick aus meiner blauen Lagune. Und zwar von meinem lagunenblauen Ohrensessel mit lagunenblauem Hocker aus fotografiert. Das ist mein Lieblingsplatz, hier liege ich sehr oft schon sehr früh morgens mit Freddy. Das ist meine "blaue Stunde"....wenn die Welt noch schläft, wenn alles so herrlich ruhig ist, wenn kein Geplärre und Getöse der Menschheit an mein Ohr dringt, dann sehe ich selig dem Sonnenaufgang zu. Ach nee.....Quatsch.....ich SAH hier sehr früh morgens dem Sonnenaufgang zu. Denn seit einiger Zeit sehe ich von hier aus ja die Sonne gar nicht mehr und von daher natürlich auch keinen Sonnenaufgang. Das hat man mir ja genommen. Das haben unsere Bürgervertreter mir genommen. Dieses kleine Glück, das ich so liebte.

Das alte Sparkassengebäude nahm übrigens höchstens 10% von diesem Fenster ein. Und keine 90%, so wie jetzt.

So, das war das erste Geplänkel und in dieses passt das folgende
ganz gut hinein, denn es geht auch um Freddy, mich und den lagunenblauen Ohrensessel und um die frühe Morgenstunde. Allerdings ist das Thema ein ganz anderes....

Es begab sich vor zirka sechs Wochen, dass Freddy und ich um zirka drei Uhr morgens mal wieder gleichzeitig das Bedürfnis hatten, unsere am Abend zuvor eingenommenen Flüssigkeiten loszuwerden. Nachdem wir dies erledigt hatten, hatte ich keinen Bedarf mehr, wieder ins Bett zu gehen und so setzte ich mich in meinen lagunenblauen Ohrensessel mit lagunenblauem Hocker - Freddy schnuckelte sich grunzend um meine Füße - und guckte, welche Vorschläge zum sinnvollen Zeitvertreib mir YouTube frühmorgens machte. Und schon gleich am Anfang schlug es mir vor, mir das gesprochene Buch namens "Das Café am Rande der Welt" anzuhören. Dauer: Zwei Stunden und noch was....

Naja, reinhören kannste ja mal, dachte ich mir und so hörte ich rein. Kurz gesagt, geht es um jemand, der sich nach einer stundenlangen Irrfahrt plötzlich in diesem Café wiederfindet und dem dort geholfen wird, für sich selbst ein paar elementare Fragen des Daseins zu beantworten. Und diese Fragen stehen auf der Speisekarte. Wobei die wesentliche Frage die war:

"Warum bist Du hier?"

Lange Rede, kurzer Sinn: Es geht darum, dass man herausfinden soll, warum man auf dieser Welt ist und dass man, wenn man es dann irgendwann vielleicht herausgefunden hat, ein viel besseres und sinnvolleres Leben führen wird.

Mal ganz abgesehen davon, dass ich persönlich in diesem Buch nichts wirklich Neues erfahren habe - das Buch ist denke ich eher was für jüngere Leute, die noch auf der Suche nach sich selbst sind - stieß mir diese Frage "Warum bist Du hier" irgendwann richtig sauer auf. Denn ich dachte, dass sich so eine Frage nur Menschen stellen können, die sonst keine Sorgen haben. Es ist in meinen Augen eine dekadente Frage, eine Frage von Wohlstandsbürgern in Wohlstandsländern. Abermillionen Menschen auf dieser Erde können sich den Luxus dieser Frage nämlich gar nicht leisten. Abermillionen Menschen auf dieser Erde stellen sich tagtäglich ganz andere Fragen. Fragen wie:

"Was kann ich morgen meinen Kindern zu essen geben?"
"Kann ich meinen Kindern morgen überhaupt was zu essen geben?"
"Werden meine Kinder und ich morgen noch leben?"

Das sind Fragen.

Ich hab mir dieses Hörbuch zwar bis zum Ende reingezogen, weil ich dauernd dachte, dass da jetzt noch irgendwas kommt, das meinen Horizont erweitern könnte, aber......da kam nix.

Es gab allerdings eine kleine Passage in dem Buch, die hängenblieb. Sie blieb aber auch nur deswegen hängen, weil ich das, worum es in dieser Passage ging, schon selbst sehr oft erlebt habe, mir aber durch diese Passage erst richtig bewusst wurde.

Und zwar geht es darum, dass Menschen, wenn sie etwas tun, was sie vollkommen erfüllt, dabei völlig unerwartet Hilfe von anderen Menschen erhalten. Es ist dann so, als ob Kanäle, die vorher - als man noch nicht das tat, was einen vollkommen erfüllt - verstopft waren, sich jetzt auf einmal in alle Richtungen öffnen. Es ist so, als ob die Antennen, die vorher blockiert waren, nun plötzlich wieder senden und vor allem wieder empfangen können.

Das funktioniert! Ich weiß das und kann das zu 100% bestätigen. Wir Menschen haben einen "Draht" zueinander. Es funktioniert aber halt nur dann, wenn man für etwas brennt, wenn man von etwas beseelt ist, wenn man mit ganzem Herzen bei einer Sache ist, wenn man ganz und gar das tut, was einem die Natur in die Wiege gelegt hat. Das kann ein Hobby sein, das kann eine Regentschaft im Karneval sein, das kann eine Arbeit sein und das kann auch der Kampf um Gerechtigkeit sein. Es kann vieles sein, das diese Antennen aktiviert und strahlen lässt und auf das die Antennen anderer Menschen reagieren. Nur eines kann es nie sein: Etwas Böses.

Denn diese Art von Antennen - und davon bin ich nicht nur felsenfest überzeugt, ich weiß es sogar mit Sicherheit - wachsen nicht auf den Köpfen böser Menschen. Sie "wachsen" nur auf Köpfen empfindsamer, sensitiver, gutherziger, friedliebender, zur Empathie fähiger Menschen, die zum Beispiel niemals anderen Menschen aus reiner Habgier einen solchen Klotz vor die Nase setzen würden.

Diese Antennen sind jedoch Fluch und Segen zugleich. Ein Segen sind sie, weil man durch sie Dinge fühlt, die so schön sind, dass man sie nicht in Worte fassen kann. Ein Fluch sind sie, weil man sie nicht so einstellen kann, dass sie nur diese schönen Dinge empfangen. Man fühlt also alles! Gleich stark. Das Wunderschöne genauso, wie das Schreckliche.

Warum ich das jetzt hier angebracht habe, worauf ich also eigentlich hinaus wollte, ist das hier:

Meinem langjähriger Freund Frank - wir kennen uns nun schon fast 29 Jahre - hab ich nur hin- und wieder etwas von unserem Kampf und Krampf bezgl. des Neubaus erzählt. Nicht, weil es ihn nicht interessieren würde, sondern weil wir immer was Besseres zu bereden haben, wenn wir so ein Mal im Monat miteinander telefonieren. Just aber, als ich hier letztens wieder anfing, über diesen fürchterlichen Bau zu schreiben, sendete er mir rein zufällig per Whatsapp einen Link zu einem Song von Reinhard Mey, den ich noch nie vorher gehört hatte. Und dieser Song war genau das, was ich in dem Moment brauchte.

Das ist nur ein kleines Beispiel dafür, wie diese Antennen funktionieren. Wenn man - und das ist entscheidend - ganz bei einer Sache ist. In dem Fall ist die "Sache" mein Kampf gegen diese himmelschreiende Sauerei, gegen diese widerliche Lobbyarbeit, gegen diese Bürgervertreter, die keine sind.

Leider kann ich den Link zu diesem Lied hier nicht so einstellen, dass ihr ihn nur anklicken müsst. Ihr müsst ihn also kopieren und in Youtube einfügen. Aber das schafft ihr schon.

https://youtu.be/CdBo34ycvkw

Der Song ist von 1996.


PS: Leider wird dieser Song - auch zum großen Missfallen von Reinhard Mey - seit einiger Zeit von den unsäglichen Querdenkern für ihre demokratiezersetzenden Thesen missbraucht. Mit "unserem" Querdenker habe ich übrigens nun schon seit fast einem Jahr keinen Kontakt mehr. Er ist immer noch voll gehirngewaschen.

Mittwoch, 8. September 2021
Schlaf Kindchen schlaf....

Ja, ja....ich weiß!! Ist schon wieder ne Zeit vergangen und ich hab immer noch nicht "geliefert".

Ehrlich gesagt ist erstens das Wetter zu schön, hab ich zweitens ne Menge Besseres und Schöneres zu tun und drittens reicht es mir im Moment schon zur Genüge, durch den täglichen, unerträglichen Baulärm und das Gebrüll der Handwerker ständig an die Pissgurken erinnert zu werden, die dafür verantwortlich sind. Da muss ich mich nicht auch noch freiwillig mehr mit ihnen beschäftigen, als nötig. Zudem kommen zu den bisherigen Untaten auch noch ständig neue Ungeheuerlichkeiten aus Richtung der Pissgurken hinzu. Wie soll man da ein abschließendes Schlussplädoyer schreiben?

Ich werde mein Schlussplädoyer hier aber ganz sicher noch vortragen. Vielleicht an einem fiesen, kalten, tristen, nebeligen, nassen, düsteren, gruseligen, unheilschwangeren Novembertag. Das passt dann auch viel besser zu den Leuten, um die es geht. Also zu den Pissgurken.

Hier erstmal mein "Fund" der Woche! Lag doch am Montagmorgen dieses winzige, süße Siebenschläferbaby ganz klein eingerollt auf einer Fensterbank auf unserem Balkon. Erst dachte ich, es sei ne Maus, dann dachte ich, es sei ne tote Maus, dann hob ich es ganz vorsichtig auf und hielt es ne Weile in der Hand und erkannte dann, dass es eben keine Maus, sondern ein Siebenschläferbaby ist. Und plötzlich streckte es seine kleinen Beinchen und ich war richtig froh, dass es lebt.

Aber nun....was tun???

Erstmal Dr. Google befragt und achthunderttausend mögliche Vorgehensweisen erhalten. Hmmm?!

Was isst so ein Tierchen und hat es überhaupt Hunger oder fehlt ihm sonst was?? Keine Ahnung bis dahin. Ich machte dann aus allen Empfehlungen einen Brei und zwar einen Apfelbrei mit Honig und Fencheltee währenddessen ich das Kleine weiterhin in meiner Hand wärmte. Es hatte sich dort so gemütlich eingekuschelt, dass ich es nicht loslassen wollte. Es gefiel ihm sichtlich gut in meiner Hand. Und der Brei schmeckte meinem Findling auch hervorragend, denn es schleckte ihn mit seinem kleinen Minizünglein genüsslich auf.....und schlief dann wieder ein....in meiner Hand.

Irgendwann allerdings wird auch der liebevollsten Pflegemutter mal der Arm schwer
( auch bei so einem Leichtgewicht von nur zirka 30 Gramm ) und wir bauten ihm ein Nestchen in einem Karton und stellten es an einen warmen Platz. Und dort ratzte es wohlig weiter.

Da dies natürlich kein "Endlager" für dieses Baby sein konnte und auch nicht sein durfte, denn Siebenschläfer stehen unter Naturschutz und es ist daher verboten, sie zu halten, googelte ich nun mit zwei Händen weiter nach einer Wildtierstation in der Umgebung. Es dauert jedoch bis kurz vor 19 Uhr, bis ich endlich die richtige Ansprechpartnerin fand. Alle vermeintlichen Fachleute, die ich vorher anrief, hatten genauso viel Ahnung, wie ich - also überhaupt keine Ahnung. Diese Dame aber war fachkundig und sie riet mir, das Kleine bei Anbruch der Dämmerung wieder da hinzusetzen, wo ich es gefunden hatte und das bitte "ohne" Karton, weil.....es ist ein Wildtier. Weiter sagte sie, dass das Kleine in 99% der Fälle von der Mutter wieder abgeholt wird. Falls es aber am nächsten Morgen immer noch da wäre, sollte ich sie nochmal anrufen und das Tierchen dann zu ihr bringen.

Nun....am nächsten Morgen war es weg....vom Fleck. Was mich einerseits natürlich freute, andererseits aber auch wieder nicht, weil ich ja nicht wirklich weiß, ob es auch tatsächlich vom richtigen Pelztier abgeholt wurde und nicht etwa in einem Katzenbauch geendet ist.

Aber ich denke nicht. Ich denke, es ist jetzt wieder bei seiner Familie.

Ich hatte auch schon gelesen, dass es sich bei diesem Baby um eines handelte, das gerade dabei ist, das Nest öfter zu verlassen. Das erkennt man am Fell und daran, dass es schon die Augen geöffnet hatte und die Fachfrau meinte, dass diese Kleinen sich oftmals bei den ersten Alleingängen übernehmen und dann im Morgengrauen einfach da einschlafen, wo sie grade sind. In unserem Fall halt auf dem Fensterbrett auf unserem Balkon.

Wir haben übrigens schon immer Siebenschläfer im Haus, was uns noch nie gestört hat. Vor drei Jahren kam ich nachts in die Küche und ein erwachsenes Tier saß auf der Gardinenstange. Keine Ahnung, wie es dahingekommen ist. Es war jedenfalls genauso verdutzt, wie ich. Wir schauten uns ne längere Zeit in die Augen, aber irgendwann wurde es ihm zu blöd und es sprang auf die Küchenplatte, versteckte sich hinter einem Körbchen, flitzte dann aber plötzlich los und verschwand in einem winzigen Spalt zwischen Küchenplatte und Unterschrank.

Vielleicht wohnen die da.......???!!!

Wenn ich dieses schöne Erlebnis in einen Zusammenhang mit den Pissgurken bringen wollte, dann würde ich sagen:

"Dieses Tierchen ist nicht nur tausendmal besser, schöner und liebenswerter, sondern auch tausendmal mehr wert, als jede einzelne von Euch Pissgurken im Gemeinderat."



Donnerstag, 26. August 2021
Mein Platz an der Sonne.....

ist futsch.

Bevor ich ins Eingemachte gehe, bevor ich mich also mental in die Kloake der örtlichen Unterwelt begebe, wollte ich Euch erst Mal die nackten Tatsachen zeigen.

Seht das Foto vom vorletzten Eintrag - da waren die Aussichten ja noch relativ gut - und vergleicht es mit dem aktuellen Foto hier oben.

Ist doch prächtig, oder?!

Da kommt Freude auf. Aber laut dem Gemeinderatsmitglied Maternus Dötsch konnten wir Anwohner uns ja vorher gar nicht vorstellen, wie das Gebäude mal aussehen wird. Das hat er jedenfalls meinem Bruder Marco auf Facebook so mitgeteilt. Er schrieb, dass wir uns nur von einem Foto in der Rhein-Zeitung gar kein Bild machen könnten, wie der Bau später mal wirklich aussehen wird. Bei mir kam das so rüber, als wollte er uns "dummen" Bürgern sagen, dass wir weder die Fantasie, noch die Vorstellungskraft hatten, um uns diesen Prachtbau in seiner ganzen "Herrlichkeit" ausmalen zu können.

Aber leider doch, wir hatten leider doch die Vorstellungskraft und auch die Fantasie. uns diese Hässlichkeit genau so auszumalen, wie sie jetzt da steht. Und das schon vor Baubeginn ( darum haben wir ja auch alles in unserer Macht stehende versucht, um diese Katastrophe zu stoppen ). Für wie blöd hält man uns?? Wir können einem Bauplan Länge, Höhe und Breite entnehmen und die Ausmaße dann vor unserem inneren Auge vorbeimarschieren lassen. Dafür brauchen wir ganz sicher keinen Schnösel aus dem Gemeinderat. Und so jemand sitzt nicht nur da, sondern hat auch noch Ambitionen auf einen Sitz im Verbandsgemeinderat. Na prima!

Apropos! Mittlerweile besteht der Gemeinderat zu 20% aus Mitgliedern eines einzigen Familienclans und fast wären es sogar 25% geworden, wenn man es bei der letzten Wahl geschafft hätte, die Schwester der Frau des Sparkassenmeisters.... ähm....des Bürgermeisters auch noch in diesen Rat zu kriegen. Gott-sei-Dank hatte sie aber nicht genug Wähler auf ihrer Seite.

Wie findet ihr das? Ist das ok oder sollte die Anzahl an verwandten Gemeinderatsmitglieder nicht besser auf maximal 10% ( in dem Fall zwei Personen ) reduziert werden? Also ich finde schon, denn es beschleicht mich sonst ständig das ungute Gefühl, dass dadurch so manche Entscheidung zu Gunsten des Clans beeinflusst wird. Sind ja immerhin vier Stimmen.

Das jetzt nur schon mal vorweg gesagt, alles andere folgt...

Samstag, 21. August 2021
Halli, Hallo

oh, oh, oh....

sind doch nun glatt mehr als fünf Monate vergangen seit meinem letzten Eintrag.

Und hätte ich vor mehr als fünf Monaten nicht versprochen, Euch zu zeigen ( und zu erzählen ), mit was wir bezahlen müssen für die Entscheidung unserer Bürgerverräter, der Sparkasse beim Profitmachen freundlichst entgegenzukommen, so wären wahrscheinlich nochmals fünf, sechs, sieben, acht Monate vergangen, bis ich mich hier mal wieder hätte blicken lassen. Wenn überhaupt.

Denn ehrlich gesagt hat das Arbeiten an dieser Seite für mich irgendwie keinen Reiz mehr. Zumal einiges auch nicht mehr richtig funktioniert. Ich kann keine Seiten mehr aktualisieren. Das heißt, ich kann Euch keine neuen Fotos mehr zeigen. Allerdings würde es mich nur einen Anruf bei meinem Provider kosten, dieses Problem aus der Welt zu schaffen. Und daran, dass ich diesen Anruf seit vielen Monaten nicht tätige, seht ihr, wieviel Interesse ich noch daran habe, diese Seite weiterzuführen.

Es hat mir jahrelange ( fast schon zwei Jahrzehnte lang ) sehr viel Spaß gemacht, hier über meine kleine, bunte Welt zu schreiben und über das, was ich über die große und oftmals viel weniger bunte Welt so denke.

Ich hab's zwar irgendwann schon mal hier gesagt, aber ich sage es trotzdem nochmal:

"Zu 99% habe ich in diesen vielen Jahren hier nur Schönes, Lustiges, Gefühlvolles, Liebevolles, Irrwitziges, Buntes und Wahres von mir gegeben. Ich habe u.v.a. über die Natur, über den Karneval, über kleine, verrückte Erlebnisse, über meine Lebensfreude und auch über meine Trauer geschrieben. Ich habe meistens mein Innerstes nach außen gekehrt, weil ich nun mal mein Herz auf der Zunge trage."

Auf diese 99% an schönem Geschreibe, an schönen Fotos aus der Natur und aus meiner bescheidenen Kreativwerkstatt bekam ich in diesen achtzehn Jahren so gut wie keine Reaktion.

Auf das 1% aber, bei dem ich mir erlaubt habe, mal etwas Kritisches anzumerken, wurde reagiert! Und wie da reagiert wurde! Unfassbar! Von anonymen ( natürlich, was auch sonst ) Gästebucheinträgen voller Hass über Einschreibebriefe voller Lügen bis hin zur anwaltlichen Aufforderung, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen, war alles dabei. Zudem glaubten damals manche Zeitgenossen, mit denen ich zu der Zeit leider zu tun haben "musste", mich aufgrund meiner kritischen Äußerungen ( also aufgrund meiner persönlichen Meinung zu bestimmten Vorgängen in diesem Ort ) fortan so behandeln zu dürfen, als wäre ich ihre Schmutzfangmatte. Was sie in der Art praktizierten, dass sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit versuchten, mir die Verantwortung für ihre eigenen Fehler in die Schuhe zu schieben.

Ja, all diese "schönen" Reaktionen erhielt ich. Auf das 1% von 100, in dem ich mal nichts Lustiges geschrieben habe. So viel dazu.

( Bzgl. der Unterlassungserklärung muss ich noch erwähnen, dass ich es drauf ankommen ließ und diese Chose daher sogar vor Gericht landete....ich diesen Prozess aber natürlich gewonnen habe. Weil die Wahrheit nun mal die Wahrheit ist. )

Allerdings hat auch das mich lange Zeit nicht davon abgehalten, munter weiterzuschreiben. Weil das Schreiben nun mal eines meiner Lebenselixiere ist....oder war?

Ja, es WAR eines meiner Lebenselixiere, es ist es aber mittlerweile nicht mehr. Ich hab ausgeschrieben. Ich hab das Gefühl, alles gesagt zu haben, was ich sagen/mitteilen wollte. Ich hab mir alles von der Seele geschrieben, ich hab alles an Gedanken und Gefühlen "mitgeteilt", was ich "mit" Euch "teilen" wollte.

Würde ich weiterschreiben, wäre das immer nur ein Aufguss dessen, was ich bereits vorher mal geschrieben habe. Es gibt natürlich immer neue Erlebnisse, über die ich berichten könnte, aber keine neuen Erkenntnisse darin. Ich bin, was die zu gewinnenden Erkenntnisse in diesem Leben anbelangt, doppelt und dreifach versorgt und ich weiß, dass da nichts Grundlegendes mehr hinzukommen wird. Vor allem, was die Erkenntnisse im Zusammenhang mit meinen Zeitgenossen angeht. Da hab ich schon lange "auserkannt" und ich will da ehrlich gesagt auch gar nichts mehr an Erkenntnissen "hinzugewinnen", weil diese Erkenntnisse meiner Erfahrung nach meistens keine Gewinne sind....auch wenn es so heißt.

Die wichtigste Erkenntnis, die ich bzgl. meiner Spezies gelernt habe, ist die:

"Dir geht es am Besten, wenn Du Dir 99% Deiner Mitmenschen vom Hals hältst."

So, das dazu. Nun zu meinem Versprechen, Euch zu zeigen, was die fein herausgearbeitete Lobbyarbeit unseres Herrn Bürgermeisters ( und dessen Abnicker ) für unser Leben bedeutet. Und dass ich darüber hier noch schreiben werde, liegt nur daran, dass ich mir diesen Dreck und diese Drecksäcke unbedingt noch von der Seele runterschreiben muss, denn das Thema an sich ist ja durch. Die unglaubliche Hässlichkeit steht ja nun leider da und wird vermutlich auch in 200 Jahren noch da stehen. Dagegen kann ich also nichts mehr unternehmen (obwohl....hat jemand zufällig ne Bombe im Haus? ). Aber dagegen, dass diese himmelschreiende Sauererei meine Seele krank macht, dagegen kann ich noch was tun. Indem ich den Arschgeigen, die das genehmigt und geplant haben, sage, was ich von ihnen halte. Da braten die sich zwar wahrscheinlich auch ein Ei drauf, aber das ist egal. Wichtig ist nur, dass ich es loswerde. Dass ich meine Meinung zu ihnen und ihrer Schandtat loswerde.

Das aber nicht mehr heute. Ist schon zu spät und vorher ( bevor ich zu meinem Schlussplädoyer, zu meinem abschließenden Urteil komme über den Neubau der Sparkasse und über die Leute, die dafür verantwortlich sind ) wollte ich Euch ( also dem einen Prozent von Euch, welches überhaupt empfänglich dafür ist ) mit dem obigen Bild erst nochmal was Schönes zeigen. Eines der Steinbilder, die ich in den letzten Wochen und Monaten produziert habe. Ich produziere ja ständig was. Ständig was Buntes.


Montag, 22. März 2021
Aussichtsloses

Das hier oben ist die Aussicht, die ich derzeit "noch" von meinem Platz an unserem Esstisch habe.

Ich sehe Bäume, Weinberge, den Himmel und die Kirche in Dieblich. Nicht gerade die beste aller Aussichten, aber immerhin ne Aussicht.

Und im Verhältnis zu dem, was ich von diesem Platz aus in naher Zukunft noch sehen werde, ist diese Aussicht eine First Class Aussicht.

Ich werd's Euch zeigen. Ich werde Euch zeigen, was wir für die Großmannssucht, die gekonnte Lobbyarbeit und die eiskalte Rücksichtlosigkeit unseres Herrn Bürgermeisters ( und seiner Abnicker ) "bezahlen" müssen. Und nur wir werden dafür bezahlen müssen. Und zwar bis zum Ende unserer Tage.

Denn nur wir werden von diesen feinen Herrschaften um 80% unserer Aussicht, unserer Sonne und unserer Ruhe beraubt. Niemand sonst in diesem Ort. Niemand sonst in diesem Ort muss für dieses potthässliche Monstrum, das bald noch drei weitere Etagen in die Höhe gekloppt wird, mit seiner Lebensqualität und Gesundheit bezahlen.

Schon gar nicht die Geisteskranken, die diesen Wahnsinn geplant haben. Und erst recht nicht unsere sogenannten "Bürgervertreter" , die diese im wahrsten Sinne "hervorragende" Einnahmequelle für die Sparkasse großzügig genehmigt haben.

Wir können es nicht beweisen, aber es kann uns keiner erzählen, dass bei diesem Projekt nicht reichlich Bakschich geflossen ist und auch nicht, dass alles mit rechten Dingen zuging.

Kein normaler Mensch würde jemals eine solche Baugenehmigung bekommen. Wieso dann aber eine Sparkasse??

Angeblich, weil die Sparkasse, hätte sie nicht so bauen dürfen, wie sie jetzt baut, Kobern ansonsten verlassen hätte.

guter Witz!

Als ob die Sparkasse Kobern, den größten Ort an der Untermosel mit Sitz der Verbandsgemeinde, jemals verlassen würde.

Wo wollte sie denn alternativ hin?? Nach Lehmen??

Ganz abgesehen aber davon, dass die Sparkasse ganz schön blöd wäre, ihre Filiale in Kobern abzuziehen, stellt sich uns zu diesem Argument für den Bau eine gravierende Frage:

"Ließ sich der Gemeinderat zu Kobern demnach von der Sparkasse erpressen? Wurde also damit gedroht, den Ort zu verlassen, falls man nicht gewillt ist, die hochtrabenden Baupläne abzusegnen?"

Sieht ja so aus, wenn der vermeintliche Abzug der Sparkasse als Bewilligungsgrund angegeben wird.

Wobei wir natürlich wissen, dass dieses Argument nur dazu dient, den unbedarften Mitbürgern Sand in die Augen zu streuen. Denn wie bereits gesagt, würde die Sparkasse Kobern niemals verlassen.

Um was geht es also in Wahrheit?? Um die 20- 30 % der Bürger, die Kunden der Sparkasse sind? Wird der Koloss für sie gebaut? Wird unser aller Marktplatz für sie auf Jahrhunderte verschandelt? Ja, ganz bestimmt.

Die Belange dieser Kunden gehen der Sparkasse und dem Gemeinderat genauso am A.... vorbei, wie unsere Belange ihnen am A.... vorbei gehen.

Das Einzige, das für die Sparkasse von Belang ist, das ist das Anlegen ihres Geldes in Immobilien, das sie seit geraumer Zeit in großem Stil betreibt. Die Zinspolitik der EZB mit den zu erwartenden Negativzinsen und die weltweite Zockerei der Banken treibt sie dazu, vom Bankgeschäft ins Immobiliengeschäft zu wechseln. Um ihre "Schäfchen" ins Trockene zu bringen.

Und mit freundlicher Unterstützung unseres Gemeinderates ist dieser "Trockenvorgang" nun in trockenen Tüchern.

Ihr fragt Euch, was wir Bürger nun von dem haben, was unsere Bürgervertreter so schön beschlossen und genehmigt haben?? Na, nix natürlich. Wie seid ihr denn drauf?

Und in unserem Fall haben wir halt nicht nur nix davon, sondern auch noch ne Menge handfester Nachteile.

Aber wie sage ich immer?

Ich glaube fest an eine höhere Gerechtigkeit. Und jeder bekommt daher irgendwann seine Quittung für all seine Missetaten. Und da ist es ganz egal, ob Du Bürgermeister, Lobbyist, Sparkassenfuzzie, Kloputzer oder Kirchgänger bist. Spielt keine Rolle.

Aus meiner Erfahrung dauert es immer so sieben bis acht Jahre, bis eine große Ungerechtigkeit, die Dir widerfahren ist, ausgeglichen wird.

Ich hab Zeit.

P.S.: Falls jemand nun glaubt, sich beleidigt fühlen zu dürfen, so verweise ich auf meine Lektüre auf der Startseite.

Schönen Tach noch.

Samstag, 13. Februar 2021
Hoch und Tief

Über das Hochwasser der vergangenen Tage würde ich als Anwohner normalerweise kein einziges Wort verlieren. Einfach schon weil: Zu wenig hoch. Also kein HOCHwasser für unsereiner.

Für Leute aus den höheren Lagen war es jedoch sehr hoch. Jedenfalls was die Schaulust anbetraf. Ganze Familienclans fanden sich vor unserer Haustür ein, um gemeinsam lauthals "Ach" und "Ohje" und "Huuu" zu rufen, um Fotos aus allen erdenklichen Positionen heraus zu schießen, um die Kinder schreiend und erquickend durch's Wasser patschen zu lassen und so weiter und so fort. Ganz übel wurde es, wenn die hungrige Schwanenfamilie ( Vater, Mutter und ein schon großes, aber noch überwiegend grau gefiedertes Kind - also das hässliche Entlein ) von der reißenden Mosel aus durch die Bahnunterführung bis knapp vor unser Haus schwamm. Ach Gottchen, was wurden die in den letzten Tagen fotografiert. Mehr, als wahrscheinlich zurzeit jedes Starmodell.

Dass die Tierchen nur hierher - zu uns Menschen - geschwommen waren, weil sie großen Hunger hatten, das kapierte jedoch keiner der Hochwasserschaulustigen. Und auch sonst niemand rundherum. Außer einem Mitarbeiter des Dönerladens und uns.

Er und wir haben die Schwäne in den letzten zwei Wochen gefüttert, sonst niemand aus diesem hochheiligen Dorf.

Ich weiß, dass Brot und Brötchen nicht gerade ideales Futter für Wasservögel sind, aber erstens sind sie es mittlerweile gewohnt, zweitens wüsste ich nicht, was man ihnen in dieser Situation ad hoc anderes hätte geben können und drittens ist es immer noch besser, ihnen Brot und Brötchen zu geben, als sie verhungern zu lassen ( und sie dabei zu fotografieren ).

Aber das alles wollte ich jetzt eigentlich gar nicht schreiben. Mir ging jetzt wegen den Schwänen nur wieder mal der Gaul durch.


Schreiben wollte ich - im Zusammenhang mit dem Hochwasser - über die links im Bild teilweise zu sehende und sich noch im Bau befindliche Hässlichkeit. Die wurde mal kurz bisken überschwemmt. Und ich kann und ich will keinen Hehl daraus machen, welch ungemeine Schadenfreude mich deswegen überkommt. Wieder drei Wochen Baustopp!! Juchuuu!!! Denn das heißt für uns, dass sich auch unsere Lebensqualität um drei Wochen verlängert. Yeah!!! Gott - oder wer auch immer - ist auf unserer Seite!!

Uns ist natürlich klar, dass dieses grässliche Gebäude trotzdem irgendwann in seiner schrecklich überdimensionierten Höhe und Länge vor unserer Nase stehen und uns jede Menge Licht, Aussicht und Ruhe wegnehmen wird. Das ist ja beschlossene Sache zwischen unseren "Bürgervertretern" und deren kapitalistischen Strippenziehern.

Ach Gott....alleine über die Erfahrungen, die wir im Zusammenhang mit dem "Zwölf-Parteien-Mietshaus-mit integriertem Geldautomat" machen mussten, könnte ich eine zehnbändige Enzyklopädie schreiben mit dem Oberbegriff:

"Wenn Raffgier, Arroganz und Dummheit sich vereinen"

Unfassbar, was da in unserem kleinen Gemeinderat so abläuft.

Für mich ich seither jedes Mitglied des vergangenen, als auch des derzeitigen Gemeinderats nur noch Luft. Und zwar Luft, die zum Himmel stinkt. Was im Klartext heißt: Ich grüße keinen einzigen dieser "Bürgervertreter" mehr.

Bürgervertreter, denen das Leben ihrer Bürger vollkommen egal ist, sind es nicht wert, dass man ihnen einen guten Tag wünscht.

In sowas bin ich rigoros. Da kann ich über Leichen gehen, wenn es sein muss. Denn wer mir offenkundig zeigt, dass ich ihm scheißegal bin, der ist mir augenblicklich noch mehr als scheißegal. Erst recht, wenn ich ihm schon von Amts wegen gar nicht egal sein "dürfte".

Was soll man auch mit solchen Menschen?? Wenn man die weiterhin grüßt und damit respektiert, muss man ja förmlich Angst haben, genauso zu werden, wie sie. Igitt!! Das wäre für mich noch viel schlimmer als Corona.

( Das Blöde ist nur: Ich konnte bisher erst einem dieser Bürgerverräter.....äh.....vertreter meine abgrundtiefe Abneigung
auf diese Weise kundtun. Warum? Weil sich von diesen feinen Leuten so gut wie niemand hier "unten" blicken lässt. Das war zwar schon früher so, aber jetzt, da der Bau im Gange ist, sieht man sie nicht mal mehr auf ihren sonst üblichen, halbjährlichen Prominiergängen nebst Gattin über den Marktplatz schreiten. Angst vor der Stimme des gemeinen Volkes, wa?! )

Um dem ganzen Ausmaß dieser für mich offenkundigen Lobbyarbeit einen Ausdruck zu verleihen, prophezeie ich hier mal Folgendes:

Ich werde beim nächsten Hochwasser, das deutlich über das vergangene Hochwasser hinausgeht, zum ersten Mal in meinem Leben erleben, dass sowohl Stege gebaut, als auch die gesamte Feuerwehr zur Hilfe mobilisiert wird. Für was, für wen??

NUR für das "Zwölf-Parteien-Mietshaus-mit integriertem Geldautomat" natürlich. Für wen sonst??

Das hat doch unbedingte Priorität! Der Schutz dieses glorreichen Anwesens!

Der Schutz der Anwesen und der Gesundheit ( aus deren Sicht ) kleiner Unterdorfbürger ist dagegen natürlich von keinerlei Bedeutung. Bringen ja nix, diese Anwesen und deren Bewohner: Kein Geld, keinen Ruhm, keine Macht, kein Ansehen in sparkässlichen Kreisen, kein Emporkommen, keinen medialen Auftritt. Bringen also all das nicht, was im Leben von solchen "Bürgervertretern" an erster Stelle steht.

Ich wünsche ja eigentlich niemandem was Schlechtes, aber den Eigentümern und den Genehmigern dieses sich im Bau befindlichen Kotzbrockens wünsche ich, dass das Hochwasser mal bis zum Gipfel ihres Wahnsinnsbaus kommt.

Blöd bei diesem Wunsch ist nur, dass unsere beiden Häuser dann schon 15 Meter drunter unter Wasser stünden.

Man muss also aufpassen, was man sich so wünscht.

Hoch und lang und breit wird dieses Monstrum.
Doch Tiefe kriegt es nie.

Mit kleinen, erbärmlichen Menschen lässt sich nun mal nichts erbauen, was man auch nur annähernd als erbaulich bezeichnen könnte.

Und diese Art kleiner, erbärmlicher Leute wird auch noch von den Bürgern zu ihren Vertretern gewählt.



PS: Den größten Kalauer in dem Zusammenhang brachte übrigens eine Ureinwohnerin dieses Ortes und sich für sehr bedeutend haltende Mitarbeiterin der Sparkasse Koblenz. Als das Wasser gerade mal aus der Bahnunterführung herauslugte, sagte diese Idiotin doch tatsächlich zu meinem Mann:"Was? So hoch steigt das Wasser?"

So hoch steigt das Wasser???

Wo lebt diese Frau aus der Obermark, die ihren eigenen Angaben nach täglich Millionen Taler hin-und herschiebt? Im Wolkenkuckucksheim? Im Schlaraffenland? Im Dom zu Speyer?

In diesem Ort kann sie jedenfalls nicht leben, denn dann wüsste sie, dass die Mosel schon mehrfach den ganzen Marktplatz bis zu
2,5 Metern überflutet hat.

Und so jemand vertrauen andere Leute ihr Geld an. Wei-oh-Wei.

PSS: Nee, mir geht's gut. Solche Kalfakter können meinem Seelenheil mittlerweile nichts mehr anhaben. Wenn ich über sie schreibe, dann nur, um anderen die Augen zu öffnen.

Denn das Schlimmste an diesen Leuten ist, dass sich auch noch tatsächlich für was Besseres, was Besonderes halten. Und das nur, weil sie mit in diesem merkwürdigen Gemeinderat sitzen.

Gib kleinen Geistern ein bisschen Macht und schon glauben sie, über alles und jeden erhaben zu sein.

Macht an solche kleinen Geister vergeben allerdings wir, die Wähler.





Mittwoch, 11. November 2020
Kreuz- und Querschlenker 026

Dieses aussagekräftige Foto aus dem letzten Jahrhundert (1983) zeigt links (stehend) meinen sehr geliebten, ersten Freund "Bobby" ( der mit den vier Beinen ), rechts meinen, bei mir schon immer an erster Stelle "liegenden", geliebten Bruder Marco und meine erste und mir auch heute noch über alles am Herzen und auf meinem Bruder "liegende" ( Ex ) Schwägerin Angelika.

Die anderen beiden kenne ich nicht.

Als Clochards, die eigentlich unter den Brücken von Paris leben, zogen sie anno dazumal beim Veilchendienstagsumzug durch die Straßen eines Ortes, der nicht gegenteiliger sein konnte. Als Paris.

Warum erzähle ich das? Ja, warum wohl? Weil heute der 11.11. ist!

Und an einem 11.11., den man nicht standesgemäß feiern darf, ist es seit Urzeiten in unserer Familie üblich, dass man sich alternativ gegenseitig Karnevalsfotos aus vergangenen Jahrhunderten per WhatsApp zuschickt. Und heute kam halt dabei u.a. dieses Schätzchen zu Tage.

Dass ich heute nicht - wie die letzten Jahre üblich - mit meinem lieben Bruder Marco auf dem Münzplatz in Koblenz rumdollen konnte, fiel mir ( und auch meinem Bruder ) in diesem Jahr besonders schwer. Denn wir hätten gerade dieses Jahr sooo viel rauszudollen gehabt. Sooo viel an Ärger, Seelenstress, Kopfschütteln, Tränen, Angst und Irrsinn, der uns von unseren Mitmenschen angetragen wurde, hätten wir rauszudollen gehabt. Ganz besonders mein Bruder, seines Zeichen Reisebüroinhaber.

NIEMAND! Niemand - auch nicht der Phantasiebegabteste - kann sich auch nur annähernd vorstellen, was mein Bruder seit März dieses Jahres durchgemacht hat. Einen wahnsinnigen Stress mit den Stornierungen der Reisen bei völligem Unverständnis der Kundschaft und mit NULL Unterstützung gerade der Reiseveranstalter, denen unsere Regierung Milliarden an Hilfen zugeschustert hat. TUI sei hier an erster Stelle zu nennen. Der größte und älteste Reiseveranstalter Europas hat nicht Geld genug an Seite, um so eine Durststrecke zu überleben?? Was haben die mit den Abermilliarden gemacht, die sie seit den 60iger Jahren eingenommen haben???? Da hat ja im Verhältnis jede schwäbische Hausfrau mehr auf der Kante. Und dann lässt die TUI ihre Vertriebspartner in dieser Zeit auch noch völlig im Stich. Niemand zu erreichen in der Zentrale! Tagelang musste man sich die Finger wund wählen, um irgendjemand an die Strippe zu bekommen. Und das Widerwärtigste war: Hintenrum hat TUI die Kunden der Reisebüros abzufischen versucht. Über die Mail-Adressen, die ihnen Dank der Reisebüros vorlagen.

Das Grauen des Kapitalismus hat sich in dem Fall von seiner "besten" Seite gezeigt. Und das wird auch noch mit unseren Steuergeldern honoriert! Ich könnt kotzen.

Und all diese wirklich völlig irrsinnige Arbeit hat mein Bruder ( sowie alle anderen Reisebüroinhaber ) auch noch mit dem Wissen tun müssen, dafür nicht nur keinen müden Cent zu bekommen, sondern auch gleichzeitig sein eigenes Grab damit zu schaufeln. Denn ein Reisebüro lebt nicht von Stornierungen, sondern von Buchungen. Keine andere Branche hat unter dieser Pandemie so gelitten, wie die Reisebürobranche. Und auch keine leidet weiterhin so. Auch die Gastronomie nicht, denn die konnte trotz allem den ganzen Sommer Geld verdienen. Und dabei auch noch munter den Virus verbreiten. Hab ich doch in dem Ort gesehen, der alles andere als Paris ist. Massen an Menschen in der Außengastronomie, die sich einen Dreck um Corona scherten.

Nein, es sind nicht nur die Jugendlichen, an deren Verstand man zweifeln kann, es sind nach meiner Beobachtung vielmehr die "Best-Ager" mit Familie, die sich für unverwüstlich halten.

Ja, was wollt ich noch sagen? Warum wäre es für meinen Bruder und mich noch wichtig gewesen, gerade an diesem 11.11. bisschen rumdollen zu können? Ach ja.......

Wir haben einen Querdenker ( Coronaleugner, Verschwörungstheoretiker, Impfgegner, Maskenverweigerer ) in unserem Umfeld. Also einen Durchgeknallten. Und zwar ist der so durchgeknallt, dass mit ihm überhaupt nicht mehr zu reden ist. Weil er jeden, der nicht seiner durchgeknallten Ansicht ist, als Idioten, Ignoranten, Blinden und wahlweise auch als Teil der Verschwörung betitelt. Dieser Mensch wurde einer völligen Gehirnwäsche unterzogen. Und er merkt es nicht!!

Ich habe ihn gewarnt, ihn mit realistischen Argumenten versucht, zu überzeugen, ihm angeboten, das Thema auszuklammern, um die Freundschaft zu erhalten. Ich habe ihm jede Brücke bereitet, monatelang mit ihm diskutiert, habe ihm "alternative" Fakten präsentiert, versucht, den Ernst rauszunehmen, ihn mit Logik und Wissenschaft zu widerlegen........NICHTS hat geholfen.

Nach all diesen Monaten bin ich mittlerweile der festen Überzeugung, dass es sich bei der von Michael Ballauf initiierten Bewegung "Querdenken" und bei der von Bodo Schiffmann gegründeten Partei "WIR2020" um rechtsextremistische Sekten handelt.

Man könnte auch sagen, dass es die AfD für Besserverdiener ist. Oder der Versuch, Bürger aus der gehobenen Mittelschicht in diese Szene zu integrieren. Bodo Schiffmann ( der HNO Arzt ) findet man zum Beispiel mittlerweile zusammen auf einer Bühne mit dem völlig übergeschnappten Volksverhetzer Attila Hildmann.
Michael Ballauf, der Organisator der Corona-Demos, grenzt sich in keinster Weise ab von den Nazis, die bei seinen Demos mitlaufen.

All das habe ich der Person in unserem Umfeld vorhergesagt. Die meinte daraufhin aber nur, ich hätte sie nicht mehr alle.

Tja, was soll man noch tun?

Auch im Umfeld einer sehr guten Freundin von mir gibt es einen solchen Fall und wir sind alle ziemlich rat- und hilflos. Wenn man an diese Menschen nicht mehr rankommt, dann wird es schwer. Und ich denke, genau das ist das Ziel der Gehirnwäscher: Sie wollen ihre Anhänger vom Rest isolieren. Denn nur so lassen sie sich weiterhin manipulieren.

Die Person in unserem Umfeld zum Beispiel hat mittlerweile den Kontakt mit "allen" ihr nahestehenden Personen abgebrochen.

Das ist ein weiteres, ganz großes Problem dieser Pandemie und bisher habe ich in den Medien noch nichts darüber gehört oder gelesen. Vielleicht sollte ich daher mal die ein oder andere Medienanstalt darauf aufmerksam machen.

Übrigens: Lügenpresse! Auch damit fabuliert "unser" Coronaleugner. Wähhhh!!! Hätte mir jemand noch im Februar gesagt, dass ich dieses beknackte Wort einmal aus dem Mund der besagten Person vernehmen werde, ich hätte ihn für bekloppt erklärt. So schnell kann's gehen!!!

Passt also bitte auf! Auf Euch, auf Eure Liebsten, Eure Freunde und Nachbarn. Die Rattenfänger sind unterwegs!!!! Wie damals!!! Und sie machen schon reiche Beute. Sogar intelligente, unabhängige, vernünftige, rationale, anständige Menschen gehen ihnen in die Falle.

Unfassbar. Unglaublich. Verrückt. Unerklärlich. Irrsinnig. Krass. Beängstigend.

Ja! Aber leider wahr!!!!!!!!!!!!!!!


P.S.: Mein Bruder Marco und ich, wir sind ganz sicher keine Querdenker. Wir sind Freidenker. Und Freidenker gehen solchen Leuten niemals ins Netz. Uns kriegt ihr also nicht, ihr Schweine.

Und wenn es nach mir ginge, dann würde jeder, der sich ohne Maske und Abstand auf so einer "Querdenker-Demo" einfindet, mindestens ein Jahr in den Bau wandern. Wegen - im wahrsten Sinne - gemeingefährlicher und vorsätzlicher Körperverletzung.

Helau!


PSS: Noch eine kleine Anmerkung am Rande. In der Stadt Koblenz wurde der 11.11. erstmals im Jahre 2005 öffentlich gefeiert. Im Dorf Kobern-Gondorf hingegen schon im Jahre 2004. Aus sicheren Kreisen weiß ich, dass DAS die Koblenzer überhaupt erst auf die "Idee" gebracht hat.

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