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Meine Ansprachen/Gedichte

Meine Abschlussrede am 04.02.2006

Zepterübergabe an Christiane und Stefan Linder

Heut ist also Zepterübergabe
Und ich stellte mir die Frage
Was ein Zepter so bedeute
Warum schon vor mir viele Leute
Es so gerne wollten haben
Was also sind des Zepters Gaben?

Klar – das Zepter in der Fassenacht
Ist ein Symbol der Narrenmacht
Doch das ist nur was wir von außen sehn
Den wahren Sinn kann nur ein Narr verstehn

Denn das Zepter einer Tollität
Ist von ganz besondrer Qualität
Es schwingt nicht einfach von allein
Hat man kein Herz, wird’s schwer wie Stein

Nur mit viel Liebe zu der Narretei
Schwingt das Zepter froh und frei
Und mit dem Wissen um des Lebens Kürze
Bekommt es erst die rechte Würze

Seid 1909 wird es von Tollität zu Tollität gereicht
Und es zu tragen ist nicht immer leicht
Jedoch ob Hans, Thomas, Bernhard, Christel wie sie alle hießen
Jeder ließ mit diesem Zepter Lebensfreude sprießen

Jeder schwang es so auf seine individuelle Weise
Der eine laut, der andere leise
Der eine sang, der andere hat gedichtet
Doch alle fühlten sich verpflichtet
Die Tradition der Fassnacht zu bewahren
Könnte das Zepter reden, wie viel Schönes würde man erfahren

Ich wollte mit dem Zepter Euch zum schwingen bringen
IHR solltet lachen, tanzen, singen
und ich wollte auch Euch sagen,
dass der Mensch soll viel mehr Freiheit wagen

Für manche war’s ein Traum, für mich ein Lebenselexier
Und nun steckt soviel Seele in dem Zepter hier
Drum fällt’s nicht leicht es fort zugeben
Doch mit Euch wird es ja weiterleben

Wieder Neues, Andres kommt hinzu
Das Zepter lebt, kommt nicht zur Ruh
Drum haltet es in Ehren für alle die’s schon hatten
Und für die, die in der Zukunft darauf warten

Steckt alles Schöne was ihr habt hinein
Wir Narren werden Euch auf ewig dafür dankbar sein
Denn wir freuen uns, dass die Fassenacht hier weitergeht
Und ein Prinzenpaar hier oben steht
Schwingt das Zepter nun auf Eure Art
Wir stehen dann als Jeck parat